Improvisationstheater an der JLU: Ein Impro-Beitrag

Irgendwo zwischen Uni-Sport und Kultur bewegen sich die Improzeoten, die Improvisationstheater-Gruppe der JLU. Bei ihren Aufführungen stellen sie lediglich den Rahmen – der Inhalt aber wird vom Publikum bestimmt. Was dabei rauskommt? Das weiß man vorher nie so genau, aber eins ist klar: Spaß ist vorprogrammiert! Julian Jungermann von der Literatur- und Kulturredaktion ‚LiteRadio‘ hat sich den Sommerabschluss der Improzeoten im Jokus angesehen und mit Laura Lahmeyer gesprochen, die die Gruppe seit dem Wintersemester 2012 leitet. Das Resultat hört ihr jetzt: Ein Impro-Beitrag zum Impro-Theater.

Ein Beitrag von Julian Jungermann

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Faszination E.A. Poe: Tarek Assam’s „Der Blick des Raben“

Das Licht geht aus. Die Scheinwerfer sind auf die Bühne gerichtet. Der Vorhang öffnet sich. Ein ganz gewöhnlicher Theaterabend beginnt. Denkste! Nicht mit Tarek Assam, Choreograph am Gießener Stadttheater. Seine jüngsten Tanzstücke, Siddhartha sowie Der Blick des Raben, sind eher als multimediale Umsetzungen zu verstehen. Sie bringen also unterschiedliche Medien zur selben Zeit auf die Bühne. So kann es vorkommen, dass sich Tänzer zu Musik und Gesang bewegen, während im Hintergrund ein Video an die Leinwand projiziert wird. Ist das so schrecklich verwirrend, wie es sich anhört? Oder lohnt es sich tatsächlich, den Abend für modernes Theater freizuhalten? Julian Jungermann von der Literatur- und Kulturredaktion „LiteRadio“ hat sich mit Tarek Assam über seine Edgar Allen Poe-Umsetzung Der Blick des Raben unterhalten und wollte von ihm wissen, was eine moderne Theaterumsetzung ausmacht.

Ein Beitrag von Julian Jungermann

„Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
müde über manchem alten Folio lang vergess’ner Lehr‘-
da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
„’s ist Besuch wohl“, murrt‘ ich, „was da pocht so knöchern zu mir her –
das allein – nichts weiter mehr.“

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Achtung, bissig! Benjamin Maacks „Monster“

Benjamin Maack gehört zu den, Zitat, „zwanzig besten jungen Schriftstellern von heute“. Das schrieb zumindest die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 7. Oktober 2012, also etwa sieben Monate nach der Veröffentlichung seines Buchs „Monster“. Weitere acht Monate nach dieser Krönung liest Benjamin Maack im Rahmen des Literarischen Zentrums Gießen, kurz LZG, aus seinem vielgelobten Roman. Ist ja auch klar: Wer schon mit Anfang 30 in den Olymp der deutschen Nachwuchseliteschreiber erhoben wird, kommt an einer Lesung in Gießen heutzutage kaum mehr vorbei. Julian Jungermann hat sich für unsere Literaturredaktion „LiteRadio“ Maacks „Monster“ zu Gemüte geführt, um sich davon zu überzeugen, ob der neue Eliteschreiber seinem Ruf gerecht wird.

Ein Beitrag von Julian Jungermann

Das ist doch keine Handlung!

„Wenn man ehrlich ist, eigentlich keine echte Geschichte. Ist eben einfach nur passiert! Was passiert, passiert. So geht’s immer.“

Wie kann man das erklären? Nimmt man zum Beispiel den Beginn von Benjamin Maacks Monster. Das erste Kapitel! Da überfährt die Hauptfigur, die wie ihr Schöpfer Benjamin heißt, direkt mal eine Eule. Warum? Woher soll ich das wissen? Warum er sie danach in den Kofferraum steckt und mitnimmt? Weil’s eben passiert.

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