Semesterbrunch – Fressen und gefressen werden

Samstagmorgen an einem sonnigen Herbsttag. Der Campus des Phil I ist ruhig und beschaulich, die Nebelschwaden ziehen langsam ab, die Sonnenstrahlen wärmen zart die Wangen und die ersten müden Studis schleppen sich müde zur in Richtung CUBar gen zur Kaffeeinfusion. – Doch halt! Was passiert hier? Ein Trott an halb wachen Menschen bewegt sich nicht in die Cubar, sondern Richtung Mensa, doch bis dorthin kommen sie nicht. Eine riesige Schlange hat sich vor der Mensa gebildet und dabei handelt es sich nicht um eine Werbeaktion für Energydrinks oder eine Meuterei gegen die Flyermafia: Etwas Bbesonderes scheint es aber hier zu geben: Der alljährliche Semesterbrunch, exklusiv nur für Studierende. Stefanie Lux hat sich für euch in die Höhle der hungrigen Studis geworfen.

                                                                                                       Ein Beitrag von Stefanie Lux

Acht Uhr morgens. Mein Wecker klingelt und ich frage mich kurz warum ich an einem Samstag so früh aufstehe. Achja: Essen, viel, viel Essen. Meine Karte für den Semesterbrunch habe ich schon Wochen vorher erworben, für den Einlass um elf Uhr. Der Einlass ist gestaffelt, letztes Jahr hatte ich ein Ticket für den Einlass um 10, das war mir dieses Jahr eindeutig zu früh. Trotzdem stehe ich nun um acht auf. Warum? Weil Vorbereitung die beste Strategie ist. So früh wie möglich sollte man sich anstellen, erfahrungsgemäß reichen die Schlangen bis zum Psychologiegebäude auf dem Phil I. Außerdem kommt in mir, wenn es um Buffets geht, ein archaischer Futterneid auf. Ich will als eine der Ersten essen. Doch als ich gegen halb elf Uhr das Philosophikum erreiche, schwandt mir nichts Gutes. Die anderen waren früher da, die Schlange ist endlos lang. Wann haben die sich alle angestellt? Wie lang stehen die denn schon hier?

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Studieneinführung: Von Ahnungslosigkeiten und Serviceangeboten

Seit 40 Jahren muss sie jeder mitmachen: Die Studieneinführungswoche. 1973 hat die JLU dieses Angebot für Erstsemester eingeführt. Damals hatte sich das Studium nach den Studentenprotesten der 68er grundlegend gewandelt und neue Lösungen waren gefragt. Genauso wie sich das Studium stetig verändert, haben sich auch die Inhalte der Einführung an die Gegebenheiten und Schwierigkeiten des Studiums angepasst. Sebastian Lies und Stefanie Lux haben den Professoren Lothar Schneider, Dieter Eißel und Ernst-Ulrich Huster, welche selbst an der Uni Gießen studiert haben, Fragen zur Einführungswoche gestellt.

Ein Beitrag von Stefanie Lux

Heute müssen die Studienanfänger viel organisatorisches Talent und Wissen rund um das Studium mit einbringen. In den Anfängen der Studieneinführungswoche waren dafür etwa die technischen Details des Studiums noch nicht wesentlich. Die emeritierten Professoren Dieter Eißel und Ernst-Ulrich Huster studierten Mitte der 1960er Jahre in Gießen. Sie waren bei der Gründung der Studeneinführungswoche als Lehrende dabei und wissen noch wie es war, ohne eine Einführung oder Mentoren das Studium aufzunehmen.

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