Improvisationstheater an der JLU: Ein Impro-Beitrag

 

Datum: Juli 2014

Redakteur: Julian Jungermann

Sprecher: Julian Jungermann

 

Beschreibung:

Irgendwo zwischen Uni-Sport und Kultur bewegen sich die Improzeoten, die Improvisationstheater-Gruppe der JLU. Bei ihren Aufführungen stellen sie lediglich den Rahmen – der Inhalt aber wird vom Publikum bestimmt. Was dabei rauskommt? Das weiß man vorher nie so genau, aber eins ist klar: Spaß ist vorprogrammiert! Julian Jungermann von der Literatur- und Kulturredaktion ‚LiteRadio‘ hat sich den Sommerabschluss der Improzeoten im Jokus angesehen und mit Laura Lahmeyer gesprochen, die die Gruppe seit dem Wintersemester 2012 leitet. Das Resultat hört ihr jetzt: Ein Impro-Beitrag zum Impro-Theater.

 

Beitrag:

Mo-ment! Stopp. Bevor das ganze losgeht, brauche ich drei Wörter, die Impro-Theater beschreiben.

„Ähm kreativ… ähm, spontan… Immer wieder neu.“

Das letzte war jetzt zwar kein Wort, sondern ein Satz, aber das macht gar nichts, damit lässt sich schon arbeiten. So ist das eben mit der Improvisation. Also wie war das noch gleich: ‚Kreativ‘?

„Also hier die dritte Wand zu durchbrechen, unglaublich! Ein Schritt den sonst NIEMAND wagt!“

Das mag ja alles sein, aber wie soll das bitteschön aussehen?

„Ja, das Publikum wird ja quasi mit einbezogen und leidet natürlich auch mit.“

Ist ja auch nur fair. Jeder so wie er’s verdient.

„Wir werden drei Schauspieler beobachten, wie sie einen fulminanten Bruch begehen. Und was gestohlen wird – das dürft ihr jetzt entscheiden. Also, gebt mir eure Vorschläge! Was soll geklaut werden?“ – „Angela Merkel.“

Ha…ha…ha… Also für DEN Vorschlag leidet das Publikum zurecht mit. Kommen wir doch lieber zum nächsten Punkt: ‚Spontan‘!

„Heute wollen wir uns einen ganz besonderen Film ansehen, nämlich den Nachfolger von ‚Die Zucchini‘, namentlich: Die Zucchini kehrt zurück. Äh, ‚Die Rückkehr der Zucchini‘?“ „Die Rückkehr der Zucchini.“ „Die Rückkehr der Zucchini, es tut mir leid, ich bin da noch nicht so ganz drin.“

Ist schon okay. Wenn man über den Film ‚Die Rückkehr der Zucchini‘ sprechen muss, die kurz zuvor das Publikumsvoting gegen „Batman vs. Alien“ und „Der pinke Flattermann“ gewonnen hat, ist ein solcher Ausrutscher zu verkraften.

„Ja, wir haben hier – ich habe schon mit ihm gesprochen. Es tut mir leid, ich hab ihn noch nicht vorgestellt.“

Na, das ist aber jetzt nicht die feine Art. Wie heißt er denn nun?

„Herrn äh, äh, äh, äh, H-Herrn äh, Hugo äh, Braungans. Guten Tag, Herr Hugo Braungans.“ „Braungaus.“ „Braungaus, ja, ähwsszz…“

Es ist seltsam, ich kann es nicht erklären, aber plötzlich will ich ‚Die Rückkehr der Zucchini‘ sehen.

„WAS PASSIERT DA JETZT NOCH?! ICH EXPLODIER GLEICH… VOR SPANNUNG!!!“

Um nicht zu viel vorwegzunehmen, kommen wir doch zum letzten Punkt: ‚Immer wieder neu‘.

„Ja wir machen immer was anderes, wir machen immer was neues, also man kann zu allen unseren Aufführungen kommen und man wird immer wieder neu unterhalten werden. Es ist eben nicht wie Romeo und, äh, Julia, was man schon 200 Mal gesehen hat in der anderen Variante, sondern wir sind immer wieder neu und das ist das Spannende bei uns.“

Das kann ich so unterschreiben.

„Guck, da, Komet! HOLLAND!“

Das war gerade eine zweiminütige Szene in drei Sekunden. Und damit genug improvisiert für heute, bevor mich der Improzeoten-Virus noch komplett dahinrafft. Die Show in voller Länge kann ich nur wärmstens zu empfehlen. Bleibt nur noch eins zu sagen…

„3,2,1, los.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.