Keep on rolling baby – Tuesday-Night-Skating

Datum: Mai 2013

Redakteur: Manuela Falk

Sprecher: Manuela Falk

 

Beschreibung:

Inline-Skater in Gießen haben ein Problem – es gibt kaum gute und vor allem sichere Strecken auf dem sie ihrem Lieblingssport nachgehen können. Denn laut StVO gelten sie als Fußgänger mit Spielzeug und dürfen deswegen nicht auf die Straße. Es gibt aber eine Ausnahme: Das Tuesday-Night-Skating. Ein ziemlicher Organisationsaufwand, der erstmal bewältigt werden muss. Manuela Falk hat sich mit Alexander Becker, einem der Organisatoren der Veranstaltung, getroffen und hat für euch herausgefunden, wie das beim Tuesday-Night-Skating so alles abläuft…oder eher rollt

Beitrag:

Für ein Tuesday-Night-Skating, kurz TNS, braucht man erst mal Skater. Jede Menge Skater. So an die 200 – 300. Dann braucht man noch gutes Wetter. Und damit das Ganze so richtig ins Rollen kommt, noch jede Menge gute Laune und gute Musik. Damit niemandem etwas passiert, steht die Sicherheit an erster Stelle. THW, DRK und Polizei fahren vorneweg und hinterher. Zum einen sammeln sie diejenigen ein, die auf der Strecke geblieben sind, zum anderen räumen sie der rollenden Menschenmenge Sonderrechte ein. Daneben gibt es aber auch noch die Ordner. Alexander Becker:

Die Jungs in den gelben Westen, die die Straße absperren, nachdem die Polizei das gemacht hat.

Sie sorgen für zusätzliche Sicherheit, indem sie die Horde links und rechts einkesseln, damit niemand verloren geht. Ihre Tätigkeit ist ehrenamtlich, einfach aus Spaß an der Freude. DRK und THW sind zwar auch Ehrenamt, müssen aber für ihren Aufwand entschädigt werden. Genauso wie die Polizei. Trotzdem ist das TNS für alle Teilnehmer kostenlos. Die anfallenden Kosten werden allesamt von einem Gießener Sportfachgeschäft übernommen, welches das TNS 2001 auch ins Leben gerufen hat.

Es kam einfach die Idee auf, dass man doch vielleicht auch mal auf den Gießener Straßen fahren kann, weil es sich auf dem Straßenbelag doch meistens deutlich angenehmer fahren lässt, als auf irgendwelche Fußgängerbereiche. Und deswegen dachten wir uns: Warum nicht mal versuchen die Autos hinter uns zu drängen und einfach mal selbst auf der Straße zu fahren.

Deswegen wird auch nur geskatet und nicht mit dem Rad gefahren, denn mit dem Rad auf der Straße, das darf ja jeder. Die Hochzeit der Rollerblades, wie sie damals noch genannt wurden, sind vorbei. Sie sind kein Trendsportgerät mehr, sondern eher etabliertes Sportgerät. Diejenigen, die von der Rolle sind, fahren nicht weil es Mode ist, sondern weil es ihnen Spaß macht. Aber auch bei geübten Skatern kommt es ab und an zu Unfällen.

Das lässt sich nicht vollständig vermeiden. Aber man kann gut sagen, wenn die Skater vollständige Schutzausrüstung tragen, dann ist da eigentlich noch nie was passiert, noch nie was Ernstes.

Es wird auch darauf geachtet, dass die Skater wirklich skaten können. Wer nicht bremsen kann, wird meistens gleich zu Anfang ausgesondert. Mittlerweile haben die Ordner einen Blick dafür, wer fahren kann. Schummeln lohnt sich also nicht. Die Sportlichkeit steht im Vordergrund, es wird aber trotzdem immer auf eine familiäre Atmosphäre geachtet. Diese Mischung bewirkt, dass manche Fahrer extra aus Frankfurt anreisen. Dafür muss dann nur noch das Wetter stimmen. Aber deswegen finden die Skatenächte auch immer in der warmen Jahreszeit statt.

Es hat was mit Wetter zu tun, es hat aber auch was mit den Lichtverhältnissen zu tun. Man sieht das ganz extrem am Anfang der Saison und am Ende der Saison, dass, wenn wir erst um 10.00 Uhr erst zurückkommen, es schon stockdunkel ist.

Die Fahrer werden zwar immer angehalten, helle reflektierende Kleidung zu tragen, aber leider machen das nicht alle. Es trägt auch nicht jeder Schutzausrüstung. Gerade im Sommer fahren vielen aus einer Laune heraus mit und tragen nur kurze Hose und T-Shirt. Sieht zwar gut aus, hält aber absolut nichts ab. Ein gebrochener Helm ist da immer noch besser als gebrochene Knochen.

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