Von Neugier und Engagement STARK profitieren

Mit der Jahrtausendwende bahnte sich auch in der europäischen Universitätslandschaft eine neue Ära an. Seit 1999 die Bologna-Reform beschlossen wurde, hat sich einiges getan für junge, angehende Akademiker: Der Umstieg auf das Bachelor- bzw. Mastersystem und die damit verbundene Modularisierung haben in vielen Fachbereichen dafür gesorgt, dass der Universitätsbetrieb sich mehr und mehr an die Strukturen der Schule annäherte und die Vorstellung vom unabhängigen und freigeistigen Studenten zunehmend romantisch wurde.

Holger Sturm begrüßt die Tagungsbesucher © Maurice Jelinski

Holger Sturm begrüßt die Tagungsbesucher © Maurice Jelinski

Diesen Problemen sah sich auch Holger Sturm, Studienrat an der Goetheschule Wetzlar und pädagogischer Mitarbeiter an der Professur für mittelalterliche Geschichte an der JLU, in seinem täglichen Lehralltag an der Universität konfrontiert. Im Jahre 2015 unseres Herrn und siebten Jahr unseres Präsidenten begab er sich vor die Fachschaft der Historiker, seine Vision zu verkünden:

 

 

 

© Simone Brehmer

© Simone Brehmer

Von Sitzung zu Sitzung nahm Holger Sturms Idee Form an – eine studentische Initiative war geboren. Von Beginn an stand der „STudentische ARbeitsKreis Geschichts- und Kulturwissenschaften“ für Austausch und Offenheit für neue Themen und Ideen.

Neben dem Gründer höchstselbst sprachen auch Simone Brehmer und Larissa Sebastian, Mitglieder der ersten Stunde, mit mir über ihre ganz persönliche Motivation, STARK beizutreten.

 

 

 

Wichtig war von Anfang an auch der interdisziplinäre Charakter. Hier haben verschiedene Fachrichtungen des gesamten Fachbereichs die Möglichkeit, sich über ihre spezifischen Interessen auszutauschen, um sich so gegenseitig inhaltlich zu bereichern.

Thomas Urban vom Herder-Institut während seines Vortrags © Maurice Jelinski

Thomas Urban vom Herder-Institut während seines Vortrags © Maurice Jelinski

 

Von Beginn an dabei: Kay-Ole Hamacher © Maurice Jelinski

Von Beginn an dabei: Kay-Ole Hamacher © Maurice Jelinski

Schon im Dezember 2015, vier Monate nach der Gründung, richtete der Arbeitskreis seine erste Tagung aus. Es ging um das Thema „Nachbarschaft“, ein facettenreiches Thema, dem in jeder historischen Epoche eine andere Bedeutung zukommt. Bereits hier trat hervor, was STARK von Beginn an und auch jetzt noch auszeichnet: Interdisziplinärer, epochenübergreifender Austausch und die Begeisterung, sich auf neue Themen einzulassen.

 

 

Ein Ausflug in die Botanik beim Workshop © Maurice Jelinski

Ein Ausflug in die Botanik beim Workshop © Maurice Jelinski

Im Juni 2016 folgte dann mit „Im Bilde sein“ der erste Workshop von STARK, in dem es um die Rolle von Bildern als historische Quelle ging. Erstmals war zu dieser Veranstaltung ein externer Vortragender geladen: Thomas Urban vom Herder-Institut in Marburg gewährte Einblicke in das institutseigene Bildarchiv und stellte ausführlich die Datenbank vor.

Diese beiden Veranstaltungen, die die noch junge Initiative erfolgreich meistern konnte, setzen vor allem voraus, dass sich alle Mitglieder in der Planung einbringen. Jeder Einzelne muss seinen Teil dazu beitragen, dass diese Projekte funktionieren. Engagement muss dabei nicht immer inhaltlich erfolgen:

 

 

In diesem Semester steht vor allem die Publikation des im Rahmen der Tagung entstandenen Sammelbandes an. STARK konzentriert sich in den nächsten Monaten vor allem auf Werkstattsitzungen, in denen Studierende oder Alumni ihre laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen können.

In diesem Semester steht vor allem die Publikation des im Rahmen der Tagung entstandenen Sammelbandes an. STARK konzentriert sich in den nächsten Monaten vor allem auf Werkstattsitzungen, in denen Studierende oder Alumni ihre laufenden oder abgeschlossenen Forschungsprojekte präsentieren und zur Diskussion stellen können.

© Simone Brehmer

© Simone Brehmer

Die nächste Werkstattsitzung findet am 23. November um 15:30 Uhr in Raum C 027 (Philosophikum I) statt. Oliver Hegedüs wird seine Master-Thesis im Fach Geschichte vorstellen. Sie trägt den Titel „Ein Dönhoff kommt selten allein“? — Migrationserfahrungen in der Familiengeschichtsschreibung der Dönhoff im 17. und 18. Jahrhundert“. Oliver Hegedüs studiert seit dem Wintersemester 2014/15 den Masterstudiengang „Geschichte“ an der JLU.

Der Arbeitskreis ist für alle Interessierten auf verschiedenen Wegen zu erreichen. Neben der Website (http://www.uni-giessen.de/fbz/fb04/studentische_gruppen/stark-studentischer-arbeitskreis ) ist die Gruppe auch über stud.ip zu erreichen und in der analogen Welt begegnet man STARK regelmäßig in Form von Plakaten in Haus A und C am Philosophikum I.

In den regelmäßig stattfindenden STARK-Sitzungen wird den Mitgliedern nicht nur eine Diskussionsplattform für neue Ideen geboten. Mindestens genauso zuverlässig wie ein reger fachlicher Austausch sorgt der Name der Initiative immer wieder für Erheiterung…

 

Ein Beitrag von Lena Frewer

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