Engagierte hinter den Kulissen

Jedes Jahr im Januar finden an unserer Uni Hochschulwahlen statt. Ein Wintersemester ist jedoch nicht nur ein politischer Neubeginn: Die meisten Erstsemester starten ihr Studium im Wintersemester. Nach gut drei Monaten Studium sehen sich viele Studienanfänger ihrer ersten universitären Wahl konfrontiert und sind damit meistens ziemlich überfordert.

Wir von Justus Radio haben seit einiger Zeit eine kleine Tradition geschaffen, uns zu jeder neuen Wahlperiode mit hochschulpolitischen Themen zu beschäftigen. In diesem Jahr haben wir Friederike Langenhorst und Yavuz Selim Daskin vom studentischen Wahlausschuss vors Mikro geholt.

Mitglied des studentischen Wahlausschusses kann werden, wer sich durch eine Liste dazu vorschlagen lässt. Yavuz und Friederike zum Beispiel wurden von den Jusos zum Wahlausschuss beordert. Damit können sie sich selbst nicht mehr als Kandidat/in zur Wahl stellen. Der Wahlausschuss ist vor allem mit der Organisation der Wahl betraut:

 

Die Vorbereitung der Hochschulwahlen braucht eine lange Vorlaufzeit. Yavuz, Friederike und die anderen Mitglieder des Wahlausschusses sind damit das gesamte Semester beschäftigt:

 

© studentischer Wahlausschuss, Universität Gießen

Durch ihre Mitarbeit an der Vorbereitung, Werbung und Durchführung der Wahl kennen sie sich also bestens mit den zur Wahl stehenden Gremien aus. Während sich der Fachschaftsrat und der Fachbereichsrat, der sich aus Lehrenden und Studierenden zusammensetzt, in erster Linie mit Fragen des Lehrbetriebs auseinandersetzt, hoben Friederike und Yavuz im Gespräch vor allem die Rolle des Studierendenparlaments hervor. Die Mitglieder des Parlaments wählen den AStA und setzen sich aus Kandidaten verschiedener Listen zusammen – dieses Jahr stehen beispielsweise Kandidaten der Jusos, der Grünen Köpfe, der StudentenUnion, der Liberalen Hochschulgruppe oder der Demokratischen Linken zur Wahl.

Viele Annehmlichkeiten, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, sind vor allem der Arbeit des AStA zu verdanken:

 

Wahlurnen waren gestern, heute wählt man online © studentischer Wahlausschuss, Universität Gießen

Obwohl hochschulpolitische Entscheidungen oft direkten Einfluss auf unseren Alltag nehmen, ist die Wahlbeteiligung bei den jährlichen Hochschulwahlen erschreckend gering. Lag die Quote 2014/15 noch bei 17,54% bei den Wahlen des Studierendenparlaments, lässt sich im Folgejahr seit der Einführung der Online-Wahl ein Trend nach oben verzeichnen:

 

Die Online-Wahl brachte nicht nur eine Verbesserung der Wahlbeteiligung mit sich; auch der Wahlausschuss hat es seit dem Ende der klassischen Urnenwahl leichter. Das weiß vor allem Friederike zu schätzen, die schon im Wahlausschuss war, als es noch die Urnenwahl gab:

 

Trotz einer Erleichterung der Arbeitsabläufe, die die Einführung der Online-Wahl mit sich brachte, ist die Arbeit im studentischen Wahlausschuss ein Full-time-Job:

 

Neben den wählbaren KandidatInnen sind es vor allem Menschen wie Yavuz und Friederike, die durch ihre Arbeit dafür sorgen, dass Hochschulpolitik funktioniert. Damit das auch morgen und übermorgen noch so sein kann, kommt es vor allem auf euch als WählerInnen an. Den geringstmöglichen Beitrag, den ihr zu einer funktionierenden Hochschulpolitik leisten könnt, ist, wählen zu gehen.

Und dafür müsst ihr mittlerweile nicht einmal mehr die Füße auf den Boden setzen. Ob im Liegen, Sitzen oder Stehen: gewählt wird hier: https://wahl.uni-giessen.de

 

 

Ein Beitrag von Franziska Ohl und Lena Frewer

Du bist, was du studierst?! – Folge 3: Literaturwissenschaft


BWLer sind reich und elitär, Literaturwissenschaftler rauchen den ganzen Tag vor der CuBar, angehende Grundschullehrer können nicht mehr als basteln…

Jeder von uns begegnet im Laufe seines Studiums den unterschiedlichsten Klischees, die den eigenen Studiengang betreffen. Wir waren mit unserem Mikro auf verschiedenen Campusbereichen unterwegs und sind auf die Suche nach Klischees gegangen.

 

Was uns der Autor damit sagen will? – Literaturwissenschaftler sind eigentlich gar nicht so übel. Also schnappt euch eure Reclamhefte und kommt auf einen Club Mate in der CuBar vorbei 😉

 

 

Ein Beitrag von Lilian Hekmat und Lena Frewer