Mehr Licht!

 …waren nicht nur Goethes letzte Worte, sondern hätte auch problemlos das Motto des    gestrigen Abends sein können. Schon einige Minuten nach offiziellem Beginn der  „Lichterkette gegen Rechts“ auf dem Berliner Platz hielten viele Menschen eine Kerze in den  Händen. … Weiterlesen

Die drei mit dem Synthesizer

 

Ein Schaf, Rosen, eine Ananas, Pfeile und eine chemische Strukturformel – Nein, das ist kein postmodernes Stillleben, sondern das aktuelle Albumcover der Band „Wyoming“, die am 12. März in Gießen auftritt.

Diese Grafik ist der visuelle Ausdruck ihrer Musik: Atmosphärisch, intuitiv und nicht sofort verständlich und greifbar.

Tourdaten_Wyoming© Wyoming

Aber von vorn: Wer sind diese drei Musiker und wie würden sie ihren Sound selbst beschreiben? Das anstehende Konzert in Gießen war für uns der Anlass, da einmal genauer nachzufragen.

Ich habe mich mit der Band getroffen, um zu erfahren, warum man sich auf ihre Musik einlassen sollte.

„Wyoming“, das sind die Brüder Manuel und Sascha Lukas sowie David Stieffenhofer aus dem hessischen Lorch. Bis es die drei zum Studium in andere Richtungen verschlug, versuchten sie sich schon als Jugendliche in der gemeinsamen Heimat an eigenen Songs. Seit 2012 treten die drei Musiker als „Wyoming“ regelmäßig auf. Schon ein Jahr nach der Gründung erschien ihr erstes Album „Fountain“, nachdem sie beim Kulmbacher Independent- Label AdP Records unterschrieben hatten.

Nach einigen Auftritten bei Festivals wie dem „c/o pop“ oder der „Cologne Music Week“ waren die Jungs aus dem Rheingau jüngst auf dem „Melt!“- Festival zu sehen, bevor es an die Aufnahme ihres aktuellen Albums „Moon Jaunt“ ging, das schließlich im November letzten Jahres erschien. Den Sound ihres aktuellen Albums beschreibt die Band so:

Der Stil von Wyoming ist facettenreich und gar nicht so leicht in Worte zu fassen. Beim Produzieren neuer Songs lässt sich die Band von Künstlern wie den „Wild Beasts“, „Grizzly Bear“ und „Radiohead“ inspirieren, greift aber auch auf komplexere Musik, zum Beispiel von „Björk“ zurück. Viele Stimmungen schlagen in den Songs von „Wyoming“ Wurzeln, die man erst allmählich heraushört:

Soweit, so geheimnisvoll. Genug des Spannungsaufbaus. Hört nun selbst, wie das Zusammenspiel von Verträumtheit und Klarheit klingt:

https://www.youtube.com/watch?v=jnW4Ettu9Pk

 

Neulingen empfiehlt die Band, sich ihre Musik eher auf Konzerten als durch das Album zugänglich zu machen. Ihre Art der Performance unterstütze das Publikum, neue Klänge zu entdecken und sich auf sie einzulassen.

Ihr seid neugierig geworden? Dann schaut doch einfach am 12. März, 21 Uhr, im Café Amélie vorbei und hört selbst, was „Wyoming“ noch zu bieten hat!

 

Ein Beitrag von Lena Frewer