Achtung, bissig! Benjamin Maacks „Monster“

Benjamin Maack gehört zu den, Zitat, „zwanzig besten jungen Schriftstellern von heute“. Das schrieb zumindest die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung am 7. Oktober 2012, also etwa sieben Monate nach der Veröffentlichung seines Buchs „Monster“. Weitere acht Monate nach dieser Krönung liest Benjamin Maack im Rahmen des Literarischen Zentrums Gießen, kurz LZG, aus seinem vielgelobten Roman. Ist ja auch klar: Wer schon mit Anfang 30 in den Olymp der deutschen Nachwuchseliteschreiber erhoben wird, kommt an einer Lesung in Gießen heutzutage kaum mehr vorbei. Julian Jungermann hat sich für unsere Literaturredaktion „LiteRadio“ Maacks „Monster“ zu Gemüte geführt, um sich davon zu überzeugen, ob der neue Eliteschreiber seinem Ruf gerecht wird.

Ein Beitrag von Julian Jungermann

Das ist doch keine Handlung!

„Wenn man ehrlich ist, eigentlich keine echte Geschichte. Ist eben einfach nur passiert! Was passiert, passiert. So geht’s immer.“

Wie kann man das erklären? Nimmt man zum Beispiel den Beginn von Benjamin Maacks Monster. Das erste Kapitel! Da überfährt die Hauptfigur, die wie ihr Schöpfer Benjamin heißt, direkt mal eine Eule. Warum? Woher soll ich das wissen? Warum er sie danach in den Kofferraum steckt und mitnimmt? Weil’s eben passiert.

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